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Berufspolitik

Die VRS hat sich in den letzen Jahren intensiv mit grossem personellem Aufwand der Weiterentwicklung der Schweizer Rettungsberufe engagiert.

Uns ist es gelungen, in den verschiedenen Gremien unsere Vorstellungen von einer zeitgemässen und attraktiven Berufsausbildung einzubringen und zu vertreten. In Zusammenarbeit mit anderen Vertretern aus den Rettungsdiensten und der Schweizer Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin SGNOR können alle Beteiligten stolz auf die Ergebnisse zurückschauen.

Das wichtigste Gremium im Bereich der Berufsausbildungen im Rettungswesen ist die nationale FachOdA (Organisation der Arbeitswelt) Forum Berufsbildung Rettungswesen. Die VRS ist hier im Vorstand und in der Entwicklungskommission vetreten.

Projekte

 

Der Vorstand VRS hat sich zu diesem Thema bereits mehrmals mündlich und schriftlich an die OdA Santé gewendet mit der Bitte offene Fragen zu klären und gemeinsam mit uns Lösungen zu erarbeiten.

Dies waren Fragen wie:

  • Was bedeutet eine pflegerische Eignungsprüfung?
  • Ist diese für alle Fachrichtungen die Gleiche?
  • Was bedeutet eine Berufserfahrung von mindestens 12 Monaten im Akutbereich in einem Spital oder Klinik?
  • Werden hier Praktika die während der Ausbildung absolviert wurden angerechnet?
  • Wie ist Akutpflegebereich definiert?
  • Ist es in der Praxis für den Rettungssanitäter überhaupt möglich, dies zu absolvieren?

Am 4. März 2010 fand die Kick-off Sitzung der Entwicklungskommission NDS AIN statt. Ihre Aufgabe ist es unter anderem diese Fragen zu beantworten und die allgemein gehaltenen Aussagen im Rahmenlehrplan genau zu definieren.

Wir haben zum heutigen Zeitpunkt die schriftliche Zusage der OdA Santé, dass sie sich für die Durchlässigkeit einsetzen und uns in der Ausarbeitung der Lösungen involvieren. Das Forum Berufsbildung Rettungswesen ist jetzt bereits dabei, über Kompetenzvergleiche der verschiedenen Berufsgruppen mögliche und realistisch umsetzbare Wege zu erarbeiten. Bis diese Arbeiten abgeschlossen sind, liegt es im Ermessen der Bildungsanbieter „Pflegerische Eignungsprüfungen“ selber zu definieren. An dieser Stelle bitten wir alle Absolventen von solchen Prüfungen sich an uns zu wenden, wenn das Verfahren als ungerecht empfunden wurde. Es besteht eine Rekursmöglichkeit beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).

Definition Akutpflege durch die EK RLP AIN der Oda Sante

Zur Präzisierung des Begriffs „Akutpflege“ gemäss RLP NDS HF AIN, Ziff. 4.3 (vorausgesetzte Qualifikationen) hat die EK RLP AIN am 25. August 2011 folgende Definition verabschiedet. Die Definition wurde anhand der untenstehenden Bibliographie formuliert.

Akutpflege versteht sich als pflegerische und therapeutische Massnahmen bei einer akuten Erkrankung, Verletzung oder Verschlechterung einer chronischen Erkrankung. Diese sind an eine ärztliche Diagnose gebunden.

Die Akutpflege ist geprägt durch schnell wechselnde Patientinnen- und Patientensituationen. Diese ist charakterisiert durch geringe Vorhersehbarkeit und Planbarkeit und erfordert von den Pflegenden rasches und individuelles Handeln.

Das Ziel der Akutpflege umfasst die Unterstützung der Heilung, die Verminderung des Schweregrades der Erkrankung/Verletzung und/oder die Linderung von Symptomen sowie Präventionsmassnahmen.

Definition Akutpflegepraktikum durch die EK NDS der Oda Sante

Vorausgesetzte Pflegekompetenzen für die Zulassung zum Nachdiplomstudium HF Anästhesie-, Intensiv-, Notfallpflege Ausgangslage

Für die Zulassung zum Nachdiplomstudium (NDS) HF der Fachrichtungen Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege (AIN) müssen dipl. RettungssanitäterInnen HF oder dipl. Hebammen HF (bzw. InhaberInnen eines Bachelor of Science Hebamme FH) gemäss Rahmenlehrplan (RLP) NDS HF AIN Abschnitt 4.3 eine Berufserfahrung von mind. 12 Monaten im Akutpflegebereich in einem Spital oder in einer Klinik nachweisen.

Erforderlich ist dabei ein Arbeitspensum von 100%; bei tieferem Pensum verlängert sich die Dauer der geforderten Berufserfahrung entsprechend. Die für den RLP zuständige Entwicklungskommission hat des Weiteren entschieden, dass zusätzlich eine Qualifikation der Praxis in der Pflege (schriftliches Zeugnis ausgestellt durch den Arbeitgeber1) mit mindestens dem Prädikat „genügend“ vorgewiesen werden muss, damit die betreffenden KandidatInnen in das reguläre Aufnahmeverfahren eintreten können.

Für die Beurteilung der Kompetenzen in der Pflege der dipl. RettungssanitäterInnen HF oder dipl. Hebammen HF (bzw. InhaberInnen eines Bachelor of Science Hebamme FH) nach der 12-monatigen Berufserfahrung orientieren sich die Arbeitgeber an den unten stehenden Basisompetenzen. Daraus sind die Pflegekompetenzen ersichtlich, die von Rettungssanitätern / Hebammen während der 12-monatigen Berufserfahrung erreicht werden müssen. Für die Beurteilung bedeutsam sind ausschliesslich die relevanten Kompetenzen in der Pflege.

Die Kompetenzen im Bereich Kommunikationsprozess, Wissensmanagement und Organisationsprozess wie sie im Bildungsgang Pflege HF vermittelt werden, bringen dipl. RettungssanitäterInnen HF oder dipl. Hebammen HF (bzw. InhaberInnen eines Bachelor of Science Hebamme FH) aufgrund ihrer Ausbildung auf Tertiärstufe im Gesundheitsbereich bereits mit und müssen daher nicht mehr beurteilt werden.

Anforderungen an den Praktikumsort

Grundsätzlich muss ein/e Berufsbildner/in auf der Einsatzstation zur Verfügung stehen, die den Entwicklungsprozess der/des KandidatIn begleitet und über die Rahmenbedingungen (Aufgaben und Kompetenzen) instruiert ist.Der/die Kandidat/in arbeitet unter Anleitung und Verantwortung einer diplomierten Pflege-fachperson, führt Interventionen gemäss Kompetenzen selbständig oder unter Verantwortung dieser Begleitperson aus.

Kontakt

Vereinigung Rettungssanitäter Schweiz (VRS)
Stadthof
Bahnhofstrasse 7b
6210 Sursee

Telefon: 041 926 07 74
Fax: 041 926 07 99

info@vrs-asa.ch
www.vrs-asa.ch